Fahnenschwenken

Die Fahnenschwenker aus Winnekendonk treffen sich Samstag um 10.30 Uhr an der öffentlichen Begegnungsstätte, Alter Markt, und trainieren dann im Sommer vor Ort oder im Winter in der Turnhalle an der Schule ihr Können. Jeder von 8 - 99 Jahre kann diesen Sport ausüben. Für Fragen steht unser Fahnenschwenkermeister Rainer Matheblowski zur Verfügung.
       
                                                         

Beachtliche Erfolge können unsere Fahnenschwenker vorweisen. Neben Bezirks- und Landesbezirksmeister, sind sie auch oftmals unter den ersten Plätzen auf der Diözesan- und Bundesebene vertreten. Das sich eine gute Jugendarbeit auszahlt kann an den Schüler-, Jugend- und Seniorenmannschaft erkannt werden. 

Hier ein Auszug der letzten Jahre:

Auf Bundesebene

Jahr und AustragungsortSchülerJugend

Senioren

1996 - Mastholte9. Platz ---3. Platz
1997 - Wegberg-Beeck5. Platz ---2. Platz
1998 - Kerpen5. Platz --- ---
1999 - Duisburg3. Platz --- ---
2000 - Trier-Ehrang --- --- ---
2001 - Beverungen2. Platz ---4. Platz
2002 - Molbergen --- --- ---
2003 - Würselen3. Platz ---1. Platz
2004 - Wachtberg8. Platz2. Platz 2. Platz
2005 - Kaisersesch  --- --- ---
2006 - Duisburg7. Platz8. Platz ---
2007 - Ostenland --- --- ---
2008 - Emmerich --- --- ---
2009 - Gemünd --- --- ---

 

Auf Diözesanebene 

Jahr und AustragungsortSchülerJugend

Senioren

2001 - Winnekendonk3. Platz --- ---
2002 - Münster6. Platz ---1. Platz
2003 - Varrelbusch2. Platz ---2. Platz
2004 - Rheinberg16. Platz5. Platz5. Platz
2005 - Elbergen --- --- ---
2006 - Reckenfeld --- --- ---
2007 - Rees-Millingen ---1. Platz ---
2008 - Damme --- --- ---
2009 - Wachtendonk ---9. Platz ---

 

Auf Landesebene 

Jahr und AustragungsortSchülerJugend

Senioren

2001 - Hüthum1. Platz --- ---
2002 - Winnekendonk1. Platz ---1. Platz
2003 - Wachtendonk1. Platz ---10. Platz
2004 - Oermten16. Platz4. Platz2. Platz
2005 - Appeldorn6. Platz --- ---
2006 - Straelen ---1. Platz7. Platz
2007 - Xanten ---10. Platz5. Platz
2008 - Rees ---1. Platz3. Platz
2009 - Reichswalde ---3. Platz ---
2016 - Hüthum-Borghees5. Platz --- ---
2017 - Weeze2. Platz ---1. Platz

Auf Bezirksebene

Jahr und AustragungsortSchülerJugend

Senioren

2000 - Lüllingen1. Platz  
2001 - Keylaer1. Platz --- ---
2002 - Wemb1. Platz ---1. Platz
2003 - Kervenheim1. Platz ---1. Platz
2004 - Kevelaer5. Platz1. Platz2. Platz
2005 - Weeze5. Platz1. Platz1. Platz
2006 - Twisteden1. Platz1. Platz1. Platz
2007 - Keylaer ---1. Platz2. Platz
2008 - Achterhoek ---1. Platz6. Platz
2009 - Wetten1. Platz1. Platz2. Platz
2015 - Achterhoek --- ---2. Platz
2016 - Kervenheim3. Platz ---2. Platz
2017 - Kevelaer ---1. Platz
1. Platz

 

 

 

Ein Bild aus vergangenen Zeiten mit den Fahnen von 1880 und 1894

1953 - 275 Jahre Jubiläum 

1978 - 300 Jahre Jubiläum

2003 - 325 Jahre Jubiläum
 

Historisches zum Fahnenschwenken

Schon im frühen Mittelalter wurde bei den Bruderschaften das Fahnenschwenken eingeführt. Alten Berichten zufolge schwenkte am 3. September des Jahres 1408 beim Schützenfest zu Aldekerk, zu dem auch der Herzog von Geldern eingeladen war, Heinrich Schumäkers die Fahne. Dafür erhielt er vom Herzog eine silberne Tabakdose als Geschenk.
 
Aufzeichnungen über Art und Weise des Fahnenschwenkens der damaligen Zeit existieren offensichtlich nicht. Es ist lediglich bekannt, dass fast alle Orte mit Stadtrecht zu dieser Zeit Fahnenschwenker hatten. Die Schwenker waren ausschließlich Angehörige von Handwerksgilden oder -zünften. Es gab keine flächendeckenden Absprachen bezüglich einer bestimmten Handwerksorganisation, welche das Recht zum Fahnenschwenken besitzen sollte. Es kann davon ausgegangen werden, dass die verschiedenen Gilden und Zünfte, sowie die Städte unterschiedliche Schwenkarten besaßen. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die Schwenker in fast allen Städten.
Die Schwenkfahnen des Mittelalters unterschieden sich von den heutigen Fahnen in der Hauptsache darin, dass sie auf Grund ihrer Beschaffenheit so ausgelegt waren, beim Schwenken großen Lärm zu verursachen. Dadurch sollten Angreifer der Stadt ferngehalten bzw. abgeschreckt werden, wenn sich die Fahnenschwenker bei einem feindlichen Angriff auf die Stadttürme und -tore begaben und mit Elan und Ausdauer oft tagelang ihre Fahnen schwenken. Irrtümlich wird oftmals behauptet, das Fahnenschwenken sei zur Pestvertreibung bzw. Vertreibung "Böser Geister" durchgeführt worden.
 
Im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften werden drei Formen des Fahnenschwenkens ausgeübt: Fahnenschwenken Niederrheinische Art, Münsteraner Fahnenschlag und das Fahnenschwenken Rheinische Art.
 
Bei uns am Niederrhein hat das Fahnenschwenken von alters her ein Sinnbild: St. Sebastianus ist an einen Baum gebunden und wird von maurischen Bogenschützen mit Pfeilen fast zu Tode gebracht. Das Schwenken versinnbildlicht die Fesselung und Entfesselung des St. Sebastianus. Heute sind die Schwenkfahnen kleiner als früher und ein besonderes Merkmal des Fahnenschwenkens am Niederrhein ist die Begleitung mit dem typischen Fahnenwalzer.